Pfadfinder vom Stamm Wartbaum bauen neue Pfadi-Hütte

Vor nicht einmal drei Jahren war es für die 150 Pfadfinder vom Stamm Wartbaum aus Windecken noch ein kühner Traum. Jetzt ist er Wirklichkeit geworden. Ein 50 Meter hoher Autokran hat die Einzelteile der in Holzständerbauweise gefertigten Hütte auf das Pfadi-Grundstück an der Leimenkaute gehoben. Schritt für Schritt entsteht die neue Hütte, die den Pfadfindern des zur Deutschen Pfadfinderschaft Sankt Georg (DPSG) gehörenden Stammes Wartbaum in Nidderau-Windecken ein neues Zuhause für Gruppenstunden bieten wird. Die alte Pfadi-Hütte wurde zwar erst in den 1990er Jahren gebaut, war aber ursprünglich eine Baubaracke aus den 1950er Jahren. Sie hatte jahrelang gute Dienste geleistet, doch mangelnde Dämmung und immense Heizkosten zwangen die Pfadfinder zum Handeln. Eine energetische Sanierung machte keinen Sinn, so dass schweren Herzens der Abriss und Neubau an gleicher Stelle beschlossen wurde.

Keine leichte Aufgabe, mussten doch rund 100.000 Euro aufgebracht werden, überwiegend aus eigenen Mitteln. Großzügige finanzielle Unterstützung seitens der katholischen Kirche, zahlreiche Privatspenden, eine maßvolle Erhöhung der Mitgliedsbeiträge und sparsames Haushalten ermöglichten eine schnelle Umsetzung des großen Projekts. Darüber hinaus konnte bei einem Spendenlauf, beim Windecker Altstadtfest, beim Verkauf des Pfadi-Brotes der Bäckerei Philippi sowie zahlreichen weiteren Aktionen die Kasse gefüllt werden. Alle Pfadinder haben mitgeholfen, das große Ziel zu erreichen. "Wir haben von vielen Seiten großartige Unterstützung erfahren und freuen uns, dass wir unser großes Vorhaben nach relativ kurzer Zeit in die Tat umsetzen können", erklärt Vorsitzender Markus Bernard, "sogar Ministerpräsident Bouffier hat 500 Euro dazugegeben". Mit dem Neubau konnte ein 35 Quadratmeter großes Dachgeschoss realisiert werden, dass es den Kindern und Jugendlichen ermöglicht, zukünftig in ihrer Pfadi-Hütte zu übernachten.

Im Juni wurde die alte Hütte abgerissen und derzeit entsteht auf dem von der Stadt Nidderau zur Verfügung gestellten Gelände an der Leimenkaute die neue Hütte. Am 7. September wird sie mit einem großen Fest eingeweiht, so richtig "nach Pfadfinder-Art". "Vorher müssen wir selbst noch ran", sagt Jan Thies, Mitglied der Stammesleitung. Als gelernter Schreiner kümmert er sich um den Innenausbau, zusammen mit den älteren Pfadfindern und weiteren freiwilligen Helfern. Zur Zeit finden die Gruppenstunden noch draußen statt, aber ab Herbst soll die neue Pfadi-Hütte bezugsfertig sein.

Zahlreiche Ehrengäste, wie Landrat Erich Pipa, Bürgermeister Gerhard Schultheiß und Bundestagsabgeordneter Sascha Raabe haben ihr Kommen zur großen Einweihungsfeier bereits zugesagt. Diözesan-Jugendpfarrer Thomas Renze wird zusammen mit Pfarrer Thorsten Kremer und seiner evangelischen Kollegin, Pfarrerin Friederike Erichsen-Wendt um 17 Uhr einen ökumenischen Gottesdienst zelebrieren. Danach gibt es kurze Grußworte der Ehrengäste und ein großes Lagerfeuer, Zeit für gute Gespräche, Gelegenheit zum Wiedersehen alter Bekannter und Freunde sowie ein kleines, aber feines Programm für die Kinder. Für das leibliche Wohl ist gesorgt. Alle Pfadfinder, Eltern, ehemalige Pfadfinder und Leiter, Freunde und Wohlgesonnene sowie alle, die sich mit den Pfadfindern vom Stamm Wartbaum verbunden fühlen, sind sehr herzlich eingeladen, mitzufeiern.



Neue Pfadi-Hütte
Veröffentlicht am: 30. August 2013